Motion Fischer Benjamin. Mitwirkungspflicht bei Administrativuntersuchungen auf Vertragspartner und ehemalige Mitarbeitende ausweiten

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La Commission des institutions politiques propose, par 15 voix contre 10, de vous rallier à la version modifiée de cette motion telle qu’adoptée par le Conseil des États.

Permettez-moi tout d’abord de rappeler brièvement le contexte. Les enquêtes administratives sont un instrument de surveillance de l’administration fédérale. Elles servent à établir les faits, à identifier d’éventuels dysfonctionnements et à déterminer si des mesures organisationnelles sont nécessaires. Elles ne sont pas dirigées contre des personnes en particulier et se distinguent donc des enquêtes disciplinaires ou pénales. Selon le droit en vigueur, les autorités et les employés de la Confédération sont tenus de collaborer à l’établissement des faits. Pour les personnes extérieures à l’administration fédérale, en revanche, cette collaboration est volontaire. Cela vaut également pour les anciens employés.

L’affaire Xplain est à l’origine de cette motion. Lors de l’enquête administrative ouverte à la suite de la fuite des données, en 2023, les enquêteurs n’ont pas pu obtenir toutes les informations nécessaires. L’entreprise a refusé de fournir certains documents et renseignements et plusieurs personnes sollicitées n’ont pas participé aux auditions.

La motion initiale visait donc à étendre l’obligation de collaborer à deux catégories de personnes[NB]: les anciens employés de l’administration fédérale, d’une part, et les partenaires contractuels de la Confédération, d’autre part.

Le Conseil national a adopté cette motion en juin 2025, par 120 voix contre[NB]72.

Der Ständerat hat die Motion im März dieses Jahres abgeändert und mit 30 zu 9 Stimmen angenommen. Er will die Mitwirkungspflicht ausschliesslich auf ehemalige Mitarbeitende der Bundesverwaltung ausweiten. Die Staatspolitische Kommission des Ständerates begründet die Unterscheidung insbesondere mit dem Charakter der Administrativuntersuchung als verwaltungsinternes Kontrollinstrument. Ehemalige Mitarbeitende standen während ihrer Anstellung bereits in einem Arbeitsverhältnis mit dem Bund und unterlagen folglich dieser Pflicht. Da sie über wichtige Kenntnisse verfügen können, die zur Aufklärung eines Sachverhaltes notwendig sind, kennt auch die parlamentarische Oberaufsicht entsprechende Pflichten für ehemalige Bundesangestellte.

Bei externen Vertragspartnern ist die Ausgangslage etwas anders, da sie nie in einem Arbeitsverhältnis mit dem Bund standen. Der Ständerat hat daher darauf verzichtet, die Mitwirkungspflicht bei diesem verwaltungsinternen Instrument auf diese Personen auszuweiten.

Die Bedenken des Bundesrates betreffen insbesondere die praktische Umsetzung. Eine verpflichtende Vorladung ehemaliger Mitarbeitender kann einen Eingriff in deren persönliche Rechte und deren persönliche Freiheit darstellen. Die Betroffenen müssen einen solchen Eingriff gerichtlich überprüfen lassen können, woraus zusätzliche Verzögerungen oder Verfahren resultieren könnten. Dabei kann von Fall zu Fall entschieden werden, ob die Durchsetzung der Mitwirkungspflicht angemessen und notwendig ist. Kommt man zum Schluss, dass die Effizienz höher zu gewichten ist, und ist man nicht zwingend auf die Auskünfte angewiesen, kann man künftig darauf verzichten.

Lassen Sie mich an dieser Stelle noch Folgendes festhalten: Es besteht ein wesentlicher Unterschied, ob eine Person zu einer freiwilligen Anhörung eingeladen wird oder ob sie einer Mitwirkungspflicht unterliegt. Auch die parlamentarische Oberaufsicht kennt entsprechende Pflichten für ehemalige Angestellte.

Es ist mir nicht bekannt, dass wir in einer GPK-Sitzung jemals einen Altbundesrat oder ein ehemaliges Mitglied der Bundesverwaltung polizeilich hätten vorführen lassen müssen, denn die Mitwirkungspflicht alleine hat eine Vorwirkung. Nur schon das Wissen darum, dass man verpflichtet ist, Auskunft zu geben, entfaltet also bereits seine Wirkung.

Ihre SPK beantragt Ihnen deshalb mit 15 zu 10 Stimmen, die Motion in der Fassung des Ständerates anzunehmen und damit die verbleibende Differenz zu bereinigen.

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SVP Zürich
z. Hd. Benjamin Fischer
Lagerstrasse 14
8600 Dübendorf

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